Nachteile für Jungen im Bildungssystem springen ins Auge: Sie bleiben häufiger sitzen als Mädchen, sind häufiger auf Förderschulen und Hauptschulen, aber seltener im Gymnasium zu finden, werden bei gleichen Leistungen von Lehrkräften schlechter eingeschätzt, erwerben seltener als Mädchen eine Hochschulzugangsberechtigung, bleiben aber deutlich häufiger ganz ohne Schulabschluss. (Preuss-Lausitz 2008, S. 123f.)
Trotzdem: „Die oft gehörte Behauptung, es liege an der Überzahl von Lehrerinnen, halte ich für Unsinn.“ So Hanna Rosin im (hier bereits zitierten) Spiegel-Interview über die Bildungsnachteile von Jungen. Sie fährt fort, dass Jungen nun einmal das Lernen „uncool“ fänden und ihre Zeit lieber mit Computerspielen verbrächten.
Rosins kurze Äußerung bündelt zwei wichtige Positionen in Diskussionen über Bildungsnachteile von Jungen: Jungen seien im Bildungssystem, zumal in der Schule, gar nicht benachteiligt, und diese Nachteile (abgesehen davon, dass sie gar nicht existierten) seien schon gar nicht durch einen Mangel an Männern im Lehrerberuf begründet. Angesichts der deutlichen Daten und angesichts der sehr naheliegenden Überlegung, dass die schlechteren Ergebnisse von Jungen mit dem Fehlen von Männern an Schulen zusammenhängen könnten, sind solche entschiedenen Positionen überraschend – zumal sie gerade in der Erziehungswissenschaft weit verbreitet sind.
Grundlegend ist dabei natürlich die Behauptung, dass Jungen gar nicht benachteiligt seien.
Rosins kurze Äußerung bündelt zwei wichtige Positionen in Diskussionen über Bildungsnachteile von Jungen: Jungen seien im Bildungssystem, zumal in der Schule, gar nicht benachteiligt, und diese Nachteile (abgesehen davon, dass sie gar nicht existierten) seien schon gar nicht durch einen Mangel an Männern im Lehrerberuf begründet. Angesichts der deutlichen Daten und angesichts der sehr naheliegenden Überlegung, dass die schlechteren Ergebnisse von Jungen mit dem Fehlen von Männern an Schulen zusammenhängen könnten, sind solche entschiedenen Positionen überraschend – zumal sie gerade in der Erziehungswissenschaft weit verbreitet sind.
Grundlegend ist dabei natürlich die Behauptung, dass Jungen gar nicht benachteiligt seien.