Dienstag, 30. Dezember 2014

Was ist denn nun eigentlich ein „Masku“?

Zugegeben – ich weiß nicht so recht, was „Männerrechte“ eigentlich sind. Der Begriff ist in meinen Augen ebenso fragwürdig wie der Begriff „Frauenrechte“.

Rechte gelten schließlich allgemein, nicht nur für bestimmte Gruppen – sonst sind es keine Rechte, sondern Vorrechte. Als beispielweise Christian Schmidt vor einigen Wochen über „Einschränkungen von Männerrechten“ schrieb, ging es eigentlich nicht um solche Sonderrechte – sondern darum, dass die allgemeinen Rechte bestimmter Menschen eingeschränkt werden, bloß weil diese Menschen biologisch männlich sind.

Den Begriff Maskulist finde ich noch unglücklicher als den des „Männerrechtlers“ – weil auch er allzu deutlich bloß Nachbildung eines weiblichen Vorbilds ist, und weil der Begriff Maskulismus bei Licht betrachtet ebenso unsinnig ist wie der Begriff Feminismus. Wie sollte denn eine Theorie, ein politisches Programm oder eine Weltanschauung einfach auf „Männlichkeit“ bzw. „Weiblichkeit“ aufgebaut werden?

Würde beispielweise ein sorgeberechtigter Vater die Kinder der Mutter entfremden und die Mutter schikanieren – dann wäre das in meinen Augen ebenso verwerflich, wie es umgekehrt ein solches Agieren einer Mutter ist. Sicher, unter den gegebenen Bedingungen haben Mütter wesentlich häufiger die Möglichkeit, so zu handeln – aber trotzdem liegt der Fokus auf allgemeinen Rechten, nicht allein auf Rechten von Vätern. Allein die Rechte der Kinder können hier sinnvoll hervorgehoben werden.

Die Schwierigkeit, eine vernünftige Bezeichnung für das zu finden, was auch ich in diesem Blog seit nun fast zwei Jahren betreibe, hat daher wohl einen ganz einfachen Grund. Ich hatte eigentlich niemals das Gefühl oder das Bestreben, spezifisch für Männerrechte einzutreten – sondern war mir bis vor wenigen Jahren sicher, dass das, wofür ich da eintrete, ein allgemein geteilter Konsens ist, ganz unabhängig von der Geschlechtszugehörigkeit.
 
Mir war lange Zeit nicht einmal klar, dass es besonders nötig wäre, dafür einzutreten.
 
Maskus kommen nicht mit dem Verlust ihrer Privilegien klar - wissen einfach nicht, wohin mit ihrer Wut - gehen dann ausgerechnet auf die fortschrittlichen Kräfte der Gesellschaft los - agieren irrational und haben wichtige Entwicklungsschritte einfach verpasst - und wünschen sich daher in frühere Stadien der gesellschaftlichen Evolution zurück. Ich kenn die Jungs, ich weiß, wovon ich rede. (Jörg Rupp, B90/Grüne)
Mit Klischees arbeiten schließlich immer nur die anderen.
Rechtliche Gleichheit – allgemeine Menschenrechte – ein Anspruch auf eine basale Fairness im Umgang – ein allgemeiner Anspruch auf Schutz vor Gewalt – ein Staat, der allen Staatsbürgern prinzipiell gleichermaßen verpflichtet ist, unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, sozialer Schicht oder Geschlecht: Wer bemerkt, dass diese Selbstverständlichkeiten keineswegs selbstverständlich sind, und wer sich dagegen wehrt, dass sie durchaus systematisch attackiert werden – der kann sich damit plötzlich als „Männerechtler“ oder „Maskulist“ wiederfinden.

Dienstag, 16. Dezember 2014

Die Herrschaft der Unschuld (Monatsrückblick November 2014)

Sigmar Gabriel war sauer. Richtig sauer.
„'Wenn Männer das als nervig empfinden, zeigt das eher, dass Männer ein Problem haben', sagte Gabriel. Es sei auch Schwesigs Aufgabe 'zu nerven, wenn die Dinge so im Argen liegen'."
Da hatte doch CDU-Fraktionschef Kauder Gabriels Familien- und Frauenministerin Manuela Schwesig glatt als „weinerlich“ bezeichnet, weil sie sich über Widerstände gegen die Frauenquote in Aufsichtsräten beschwert hatte.
 
Nicht jedem wird die feine Ironie aufgefallen sein, mit der ausgerechnet Gabriel so entschlossen als ihr  Befürworter in den Ring stieg. Schließlich taugt der SPD-Chef tatsächlich als fleischgewordenes Argument für die Quote:
 
ein Mann massiver Misserfolge, der seinen Posten als niedersächsischer Ministerpräsident von Gerhard Glogowski übernommen hatte und mit der SPD bei seiner ersten Landtagswahl eben diesen Posten und dazu fast 15 % der Stimmen seiner Partie krachend verlor, der es aber seinen guten Vernetzungen und seinem aggressiven, dominanten Territorialverhalten verdankt, dass er von dort aus schnell an die Spitze seiner Partie unterkommen konnte.

Einen ganz anderen Habitus, aber eine ähnliche Geschichte hat der für die Quote wesentlich mitverantwortliche Justizminister Heiko Maas, der ebenfalls als Spitzenkandidat mit einem Minus von 14 % und danach sogar mit dem schlechtesten Ergebnis der Parteigeschichte gleich drei Landtagswahlen so beeindruckend verloren hatte, dass ihn das kurze Zeit später irgendwie an die Spitze eines Ministeriums katapultierte. Was wir können, könnt ihr schon lange – wenn Gabriel und Maas das den Frauen Deutschlands zurufen, wird es vermutlich kaum eine bezweifeln.

Nur dass es bei der Quote tatsächlich um „die Frauen Deutschlands“ geht, ist eher zweifelhaft – es geht, natürlich, um eine extrem kleine, ohnehin schon privilegierte Schicht. Zu diesem Punkt wäre vielleicht ein Wort der Erklärungen von Sozialdemokraten nett gewesen.
Demonstranten an der University of Virginia nach den Vorwürfen gegen Mitglieder der Studentenverbindung Phi Kappa Psi, sie hätten auf extrem brutale Weise eine junge Studentin vergewaltigt. Let's Smash Patriarchy and the rest of Phi Kappa Psi's wankers (Lasst uns das Patriarchat zerschlagen und den Rest der Phi Kappa Psi-Wichser), steht auf dem Plakat links oben, Burn the frat houses down (Brennt die Verbindungshäuser ab) auf dem Plakat rechts oben.
Die Vergewaltigungsvorwürfe erwiesen sich als falsch.
Es gibt schließlich viele Familien mit erheblichen Problemen – sei es, dass sie Kosten für Wohnraum, Lebenshaltung, Kindergarten, Kinderbetreuung nur noch schwer durch die eigene Erwerbsarbeit begleichen können; sei es, dass Kinder in Familien aufwachsen, die sich auf den Bezug von Sozialleistungen eingestellt haben und den Kindern kaum einen strukturierten Tagesablauf bieten; seien es Migrantenfamilien, die sich in Parallelgesellschaften einrichten und damit ihren Kindern das Leben in Deutschland erheblich erschweren; seien es Hunderttausende von Kindern, die ohne ein Elternteil – in der Regel ohne Vater – aufwachsen und die damit nicht nur beträchtliche erntwicklungspsychologische Risiken tragen, sondern auch von Kinderarmut bedroht sind.
 
Was aber ist das wesentliche Problem der Familienministerin, ihr Leib- und Magenthema, ihr politisches Ausstellungsstück und Prestigeprojekt, mit dem sie sich profilieren möchte? Eine Frauenquote, von der deutschlandweit bestenfalls wenige hundert sehr privilegierter Frauen profitieren können.

Mit kommt es so vor, als seien Sozialdemokraten früher irgendwann einmal anders gewesen, aber es kann natürlich auch sein, dass ich das geträumt habe.

Freitag, 12. Dezember 2014

„Nicht mehr mundtot“ – Ein Interview mit dem Autor Gunnar Kunz

Vor wenigen Tagen hat Gunnar Kunz das Buch „Verwundbar sind wir und ungestüm. Erzählungen aus der unsichtbaren Welt der Männer“ veröffentlicht. Eine der Erzählungen darin, Unberührbar, oder: Nur ein kleiner Schnitt, war hier auch schon einmal  Thema – eine Erzählung über die Beschneidung eines Jungen.

Arne Hoffmann schrieb zu dem nun erschienenen Band:
„Einer der Gründe, warum einen die von Kunz erzählten Geschichten beim Lesen so stark bewegen, ist das Wissen darum, dass das darin berichtete Leiden, weil es Männer trifft, in unserer Gesellschaft kaum gesehen wird und kaum etwas gilt.”
Daher also eine „unsichtbare Welt“. Ich hatte die Gelegenheit, mich mit Gunnar Kunz über sein Buch zu unterhalten.
 
Schoppe: „Dieses Werk reiht sich ein unter den Klassikern der Männerbewegung wie Mythos Männermacht oder Sind Frauen bessere Menschen? Plädoyer für einen selbstbewussten Mann und sollte in keiner Sammlung zum Thema Männer und Frauen fehlen.“ Das hat ein Rezensent bei Amazon  über dein Buch geschrieben.

Das können wir auch einfach mal so stehenlassen. Ich würde nur gern wissen: Was hat dein Buch mit den genannten Texten gemein – und was ist anders?


Gunnar Kunz: Vergleichbar ist mein Buch insofern, als ich mich kritisch mit dem herrschenden Feminismus auseinandersetze und dabei z. B. auf die in den genannten Werken zu findenden Fakten beziehe. Anders als dort ist mein Buch jedoch kein Sachbuch, sondern ich behandele die Themen in Form von Geschichten, um die Gefühle und Beweggründe der Protagonisten nachvollziehbar zu machen.

Schoppe: Was ist denn in deinen Augen der Vorteil, wenn es nicht um – politisch zu diskutierende – Fakten geht, sondern um Gefühle und Beweggründe?

Gunnar Kunz: Das Problem bei Sachinformationen ist, dass jeder sie leicht verdrängen kann. Wenn man in den Nachrichten hört, dass irgendwo tausend Menschen gestorben sind, ist das nur eine Zahl. Wenn man jedoch das Schicksal eines Einzelnen miterlebt, seine Gefühle, Gedanken und Reaktionen nachvollziehen und sich daher mit ihm identifizieren kann, bekommt man ein tieferes Verständnis für ihn.

Beispielsweise denken viele Menschen ja verächtlich über Männer, die unter häuslicher Gewalt leiden. Wenn man jedoch emotional nachvollziehbar macht, warum ein Mann in einer bestimmten Situation auf eine bestimmte Weise reagiert, dann greifen die Klischees und Vorurteile nicht mehr, und man versteht, dass so etwas jedem Mann zustoßen könnte.
 
Schoppe: Ich würde darauf gern gleich zurückkommen. Aber vielleicht ist es gut, zunächst einmal die Grundstruktur des Buchs vorzustellen.

Im Mittelpunkt der insgesamt 24 Texte stehen nach meinem Eindruck die fünf Erzählungen: über einen Vater, der den Kontakt zu seinen Kindern verliert – über einen Jungen, der beschnitten wird – über Männer, die fälschlich der Vergewaltigung beschuldigt werden – über einen Mann, der häusliche Gewalt erlebt – und über einen Jungen, der von der Mutter sexuell missbraucht wird. Was ist für dich der Rote Faden dabei?

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Ein Massenmord und seine Verwerter

Er „wusste in einem Spielzimmer nichts mit Spielsachen anzufangen, im Spiel mit anderen Kindern fehlte ihm Vorstellungskraft und Empathie und er konnte seine Gefühle nicht ausdrücken. (S. 29) Seine Mutter pflegte eine doppelte Kommunikation mit ihrem Sohn, stieß ihn von sich weg und zog ihn hinterher wieder eng an sich heran. Dies ging soweit, dass sie ihrem Sohn sagte, sie wünschte, er wäre tot und einem Mitarbeiter der Sozialbehörde ebenfalls sagte, dass sie ihren kleinen Sohn loswerden wolle, was auch immer sie damit meinte.“
Vor einigen Tagen hat mich ein Leser auf einen Text im Blog Kriegsursachen aufmerksam gemacht, in dem über das Buch berichtet wird, das der Vater des Massenmörders Anders Breivik geschrieben hat. Das gleiche Blog stellt auch das Buch „A Norwegian Tragedy“ von Arge Borchgrevink über die Kindheit des Massenmörders vor. Das Eingangszitat stammt aus eben dieser Rezension.
Auf der norwegischen Insel Utøya überfiel Anders Breivik  am 22. Juli 2011 ein Sommercamp der norwegischen Jungsozialisten und ermordete 69 Menschen. Die Opfer waren zwischen 14 und 51 Jahre alt, 32 von ihnen unter 18 Jahre. Zuvor hatte Breivik im norwegischen Regierungsviertel eine Bombe gezündet und dabei acht Menschen getötet. Foto: Paal Sørensen 2011
Das Verhältnis Breiviks zur Mutter, so Borchgrevink, sei früh massiv gestört gewesen. Schon während der Schwangerschaft habe sie den Jungen als schwieriges Kind erlebt, „das rastlos war und sie trat“. 
 
Breiviks Kindheit ist, für eine Weile, deswegen außergewöhnlich gut dokumentiert, weil die Mutter mit dem vierjährigen Sohn  erheblich überfordert war, staatliche Stellen um Hilfe bat, das staatliche Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie (SSBU) sich einschaltete und die Familie über einige Wochen hinweg untersuchte.

Borchgrevink beschreibt in seinem Buch, wie die Mutter auf die Untersucher desorientiert gewirkt hätte („When they arrived, Wenche apperared disoriented, demanding and suspicious. She could not find the way up from Gaustad, even though there was really only one road to take.“ Position 848). Die dringende Empfehlung des SSBU, den Jungen nicht weiter bei seiner Mutter zu belassen, wird durch beunruhigende Passagen aus dem Untersuchungsbericht erklärlich, die der Autor zitiert.
„Ein wesentlicher Anteil an den wachsenden Schwierigkeiten der Mutter in den der letzten Jahren hängt mit ihrer extrem ungewöhnlichen Beziehung zu Anders zusammen. Sie projiziert ihre primitiven und sexualisierten aggressiven Fantasien auf ihn, alles, was sie als gefährlich und aggressiv in Männern wahrnimmt. Ihre tägliche Interaktion mit ihm ist durch einen großen Teil widersprüchlicher Kommunikation charakterisiert; auf der einen Seite ist sie symbiotisch, während sie ihn zugleich mit ihrer Körpersprache zurückweist, und sie kann plötzlich wechseln zwischen einer übertrieben süßlichen Weise, mit ihm zu sprechen, und offen ausgedrückten Todeswünschen.“ (Zitat 1, siehe unten)
Neben der extremen Aggressivität und der unlösbaren Widersprüchlichkeit des mütterlichen Verhaltens habe so auch der Verdacht sexuellen Missbrauchs im Raum gestanden („abuse of a sexual nature“).

Der in Paris lebende Vater, alarmiert durch den Bericht, zog vor Gericht, um das Sorgerecht für seinen Sohn zu erhalten. Er scheiterte an einem konservativen Richter, in dessen Augen ein Kind zu seiner Mutter gehöre. („The judge was an elderly man, a representative of the post-war-generation, and possibly also of 1950 values and principles.”)

Das Buch Borchgrevinks wurde in Norwegen mit dem Kritikerpreis ausgezeichnet und ist in Deutschland kaum bekannt. Auch Väterorganisationen haben nicht versucht, aus der brutalen Geschichte Kapital zu schlagen – ganz offensichtlich sind, zum Glück, die Skrupel zu groß, aus der Ermordung von fast achtzig Menschen Kapital zu schlagen.

Unter anderem deshalb, weil bekanntlich nicht alle Beteiligten solche Skrupel hatten, lohnt sich ein Blick zurück auf den Fall.

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Wie die BZ einmal die Mütterlobby fertigmachte

„Anke Armbrust, die Frauenbeauftragte des Bezirks Treptow-Köpenick, hatte Frauen eingeladen, die im Sorgerechtsstreit um ihre Kinder in Not geraten sind.“
Die BZ ist die auflagenstärkste Lokalzeitung Berlins und zugleich unter den Boulevardblättern erste Wahl für die, denen die Bild-Zeitung irgendwie zu seriös ist. Eine Marotte, die sich die BZ leistet, sind die Texte von Gunnar Schupelius: fantasievolle Fehlersuchspiele, bei denen der Autor mit viel Witz und Unbekümmertheit möglichst viele Falschinformationen in einem Text, oft auch schon in einem einzigen Satz unterzubringen versucht.
 
In Berlin geht die Mär, dass derjenige Leser, der alle lustigen Lügen oder frechen Verdrehungen in einem beliebigen Schupelius-Text entdeckt, einen großzügigen Preis gewinnen wird. Leider ist dies bis heute noch niemandem gelungen.

Der oben zitierte Satz ist beispielweise der Anfangssatz eines Schupelius-Textes, der am 30. November in der BZ erschien. Der Name Anke Armbrust ist tatsächlich real, falsch aber ist die Berufsbezeichnung – sie ist Gleichstellungsbeauftragte, nicht Frauenbeauftragte. Eine Fehlinformation mit durchaus hintergründigem Witz.
 
Wer, außer deutschen Gerichten, käme eigentlich auf die Idee, einer Mutter ein Kind wegzunehmen und es SO einer Gestalt anzuvertrauen?
Die Gleichstellungsbeauftragte hatte auch nicht einfach Frauen eingeladen, die im Sorgerechtsstreit in Not geraten waren – geladen war die Initiatorin der „Mütterlobby“, die klarstellte, dass das System des neuen Familienrechts das Kindeswohl gefährde: nämlich durch die „Destabilisierung von Müttern“.

Die Mütterlobby wiederum propagiert ein Aufwachsen von Kindern ohne Väter und betreibt eine Website, in deren Forum „Kommentare hart an der Grenze zum Aufruf von strafbaren Handlungen ohne Administration durchgehen“ – so schreibt Kai im Frontberichterstatter-Blog. Er berichtet auch von der Referentin Barbara Thieme, Initiatorin der Mütterlobby, die sich in ihrem Forum beklagt, dass „das Grundgesetz, also die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland, mit Füssen getreten wird“.

In eben diesem Forum stacheln sich Frauen gegenseitig zur Ausgrenzung von Vätern oder zum Kindesentzug bis hin zum Umzug ins Ausland an – aber das ist in Thiemes Augen natürlich völlig grundrechtskonform. Sie beklagt stattdessen „Nötigungen durch Richter“ – worunter sie offenbar alle richterlichen Entscheidungen versteht, die nicht dem Willen der Mutter folgen.

Ansonsten schreibt die Mütterlobby auf ihrer Homepage:
„Es gibt verschiedene Formen von Gewalt: psychische, physische, finanzielle Gewalt. Die schwerste Gewalt gegen Mütter (und Kinder) ist vermutlich der Kindesentzug.“
Für Väter hingegen ist der Kindesentzug bloß Jux und Dollerei und ohnehin eine Erleichterung, wie wir alle wissen – während der Väterentzug für Kinder bekanntlich in jedem Fall unbedingt im Sinne des Kindeswohls ist.