Dienstag, 27. Mai 2014

Warum Linke, Liberale und Konservative sich verständigen können (und Reaktionäre lieber über gegessenen Kuchen klagen)

In einem Kommentar bei Alles Evolution, der zu einem eigenen Beitrag wurde, beschreibt Leszek drei grundsätzliche Strömungen der Kritik am Feminismus: eine linke, eine liberale und eine konservative. Ich finde diese Beschreibung aus mehreren Gründen sehr sinnvoll.
 
Einerseits knüpft sie umstandslos an politische Ordnungsmuster an, die wir ohnehin schon verwenden.

Andererseits bietet sie aber auch die Chance, ein gemeinsames Feld zu beschreiben, auf dem Menschen ganz unterschiedlicher politischer Hintergründe einigermaßen sinnvoll miteinander in eine Diskussion kommen können. Ein solches Modell ist wesentlich sinnvoller als der Versuch, willkürlich Trennlinien zu ziehen oder zu dekretieren, wer „der Männerbewegung“ schade und wer ihr nütze. Gerade in den Diskussionen bei Alles Evolution ist es für mich oft sehr interessant gewesen, dass hier Teilnehmer ganz unterschiedlicher politischer Hintergründe miteinander diskutierten.
Dass gleichwohl mit Leszeks Modell auch Grenzen gezogen werden, ist trotzdem wichtig: Wer Frauen das Wahlrecht nehmen will, von der natürlichen Minderwertigkeit von Frauen redet oder Gewalt gegen Transsexuelle prima findet, hat in einer demokratischen und menschenrechtlich orientierten Bewegung natürlich keinen Platz. Gleichwohl lässt das Modell noch einen großen Raum für Unterschiede.

Allerdings kamen die Konservativen beim ausgewiesenen Linken Leszek vergleichsweise schlecht weg. Während Leszeks liberaler Männerrechtler radikal- und staatsfeministische Positionen als Gefahr für persönliche Freiheiten betrachtet und Leszeks linker Männerrechtler Gerechtigkeit für alle, also auch für Männer im Auge hat, hat der konservative Männerrechtler vorwiegend Angst: Für ihn sei der Feminismus
„Bedrohung für Werte, Normen und Institutionen zu sehen, die ihm Halt, Sicherheit und Orientierung vermitteln“.
Dass dieser Typus Männerrechtler so als ein etwas vorgestriges, aber auch etwas verängstigtes Hascherl präsentiert wird, kam bei konservativen Kommentatoren nicht sonderlich gut an, und sie empörten sich entsprechend prompt über eine „Ausgrenzung der Nichtlinken“ oder ein „Linkssektierertum“. Anstatt also einfach eine etwas positiver formulierte Definition des konservativen Männerrechtlers vorzulegen, zogen sie es vor, zur Sicherheit lieber erst einmal ein wenig zu schmollen.

Da die Konservativen auf diese Weise ihre eigene positive Beschreibung ungeschickterweise den Linken überlassen, habe ich mich also daran gemacht, auch Leszeks konservativen Männerrechtler auf eine Weise zu skizzieren, die zeigt, warum dieser Typus sehr wichtig sein kann.
 
Wo aber Grenzen sind, die ich nicht mehr akzeptabel finden kann, und was mir selbst als linker Männerrechtler wichtig ist, beschreibe ich dann gleich auch noch. Einfach nur, um zu zeigen, warum mit dem Modell einiges anzufangen ist...

Mittwoch, 21. Mai 2014

Paddeln im Sumpf der Väterfeindschaft

„Väter-Krieg zerstört das Leben der Kinder.“
Welcher Kinder? Aller Kinder! Zumindest der Kinder jedenfalls, deren Eltern sich getrennt haben.

Der Krieg, von dessen Front der Berliner BZ-Redakteur Gunnar Schupelius hier berichtet, ist nämlich nicht etwa einfach nur ein Krieg zwischen Vätern – und wirklich schlimm wird ein Krieg ja bekanntlich ohnehin erst, wenn auch Frauen und Kinder zu den Opfern zählen. Es ist ein Krieg, den die Väter gegen die Mütter und damit gegen ihre Töchter und Söhne führen.

Und wer ist Schuld? Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof, und das Verfassungsgericht, und der deutsche Gesetzgeber. Denn:
„In nur einem Jahr hat das neue Sorgerecht eine Spur der Verwüstung durch die Seelen kleinster Kinder gezogen.“
 Und offensichtlich auch durch den Verstand größerer BZ-Redakteure.
Mit diesem Bild illustriert die BZ in gebotener Sachlichkeit ihren Text über den Krieg, den Väter gegen Kinderseelen führen. 
Natürlich enthält es auch ein Rätsel: Was denkt wohl das Kind im Vordergrund? a. Wie schön wäre es, wenn die Eltern einfach anfingen, vernünftig miteinander umzugehen? b. Wie schön wäre es, wenn dieser seltsame schlimme Mann im weißen Hemd endlich weg wäre?
Wer  sich wie Gunnar Schupelius in Kinderseelen auskennt, weiß natürlich, dass nur Antwort b. richtig sein kann. Quelle
Von dem Text in der Berliner Boulevardzeitung BZ berichtet  Gleichmass e.V. und bezeichnet ihn, was sehr wohlwollend und fair formuliert ist, als
„einen außerordentlich tendenziösen und damit voreingenommenen Artikel“.
Das ist auch deshalb interessant, weil Schupelius in unbekümmerter Haudrauflust eben die Argumente verwendet, die schon lange und routiniert von Lobbygruppen wie dem Verband der Alleinerziehenden VAMV oder Lobbyistinnen wie Anita Heiliger formuliert wurden.

Montag, 19. Mai 2014

Warum es sexuelle Gewalt gegen Männer nicht gibt (und sie außerdem auch halb so schlimm ist)

„Theon wurde nicht vergewaltigt.“
Das hat Robin hier zu Beginn des Monats zu meiner Behauptung geschrieben, dass in der Fernsehserie Game of Thrones die Vergewaltigung einer Frau als Medienskandal behandelt wurde, während die unendlich lange Folter, Demütigung und Vergewaltigung eines männlichen Protagonisten kaum der Rede wert sei.

Ich hab mir daraufhin noch einmal die über die gesamte Staffel verteilten Szenen der Folterung Theons angeschaut, weil ich wissen wollte, ob ich irgendetwas ganz falsch verstanden hatte. Ein solches Best-of-Folterszenen war natürlich eine eher schräge Erfahrung und hat eine Weile gedauert, aber zum Thema der sexuellen Gewalt gegen Männer und ihrer Verarbeitung in der Popkultur sind die Szenen sehr aufschlussreich.

Entschuldigung an Robin übrigens für die späte Antwort – und das schreibe ich im vollen Bewusstsein der Tatsache, dass solche Entschuldigungen ab und an dramatische Folgen haben können. Auch wenn die sexuelle Gewalt, die Theon erlebt, rechtlich wohl tatsächlich nicht als Vergewaltigung klassifiziert werden würde, sondern als schwere sexuelle Nötigung, frage ich mich weiterhin: Warum spielt diese Gewalt eigentlich eine so viel geringere Rolle als die Vergewaltigung der Cersei, die in vergangenen Wochen ein Skandal war?

Sicher: Weil Theon ein Mann ist, sicher, und wohl auch, weil die Täter Frauen sind. Nur beantwortet das ja fast nichts, sondern führt sofort zu neuen Fragen.
Theon sagt Please... Eine Szene aus der dritten Staffel von Game of Thrones Quelle
Vergewaltigte Männer hätten es auch in der Realität schwerer als es vergewaltigte Frauen hätten, mit ihrer Erfahrung ernst genommen zu werden und Hilfe zu bekommen, berichtet der Mitarbeiter einer Beratungsstelle in Arne Hoffmanns Plädoyer für eine linke Männerpolitik. (S. 189) James Landrith vom Good Man Project, selbst Opfer einer Vergewaltigung durch eine Frau, berichtet im selben Text von „immer wieder reflexartig erfolgenden Abwehrversuchen“ (190), wenn es um männliche Vergewaltigungsopfer ginge – und um weibliche Täterschaft.

Mehr noch als die psychologischen Motive hinter dieser Abwehr interessiert mich die Frage, wie sich diese Einseitigkeit eigentlich legitimiert.

Montag, 12. Mai 2014

"Not all men" - Die Politik der Beschämung

Vorgestern habe ich bei Spiegel-Online von der Geburt eines neuen Superhelden gelesen. Die Missy-Journalistin Chris Köver beschreibt dort sein Wirken so:
„Alarm, das Mann-Signal ist am Himmel zu sehen. Das bedeutet: Irgendwo auf der Welt wird gerade in diesem Moment ein Mann diskriminiert, höchste Not. Doch fürchten muss sich niemand, denn schon ist er zur Stelle: Not-All-Man, der Verteidiger der Verteidigten, Beschützer der Beschützten, die Stimme der Stimmgewaltigen.“ 
Und weiter:
„Dem Not-All-Man ist das Differenzieren wichtig: Während sicher einige Männer vielleicht und ganz eventuell auch mal etwas frauenfeindlich, gewalttätig oder zumindest übermäßig von sich eingenommen sein könnten, gilt das eben nicht für alle Männer. Und das zu sagen, ist dem Not-All-Man sehr, sehr wichtig. (…) Einen solch Mutigen wie Maskierten kennen fast alle, die sich im Netz oder anderswo bemühen, über Sexismus zu diskutieren.“
Das Ende von Matt Lubchanskys Episode Save Me aus seinem Comic Please Listen to Me: Die Geburt einer neuen Art von Superheld. Das Comic gilt als sehr witzig.  Quelle
Der Not-All-Men setzt ein Motiv fort, das für Köver „bislang eines der erfolgreichsten feministischen Netzphänomene“ ist: Witzeleien über die Wendung „Not all men“ (etwa: „Nicht alle Männer sind so“), die mit entsprechenden Bildern versehen seit Beginn des Jahres einen „kometenhaften Aufstieg“ („meteoric rise“, so Jess Zimmerman bei TIME) erlebt hätten.

Für die feministische Website jezebel ist das Not-All-Men-Motiv „das beste Meme im Internet“ („the Best Meme on the Internet“).
„Das Meme ist ein Kind des Internets. Ein Running Gag, ein Schmäh, der sich mal schnell, mal langsam verbreitet, lokal und global“,
erläutert The Gap.  Was aber macht das Not-All-Men-Meme so erfolgreich – und was eigentlich sollte an dem selbstverständlichen Hinweis so belustigend seien, dass nicht alle Männer gleich sind?

In seinem vor wenigen Tagen veröffentlichten Text Das Schweigen der Männer schreibt LoMi in einem anderen Zusammenhang über Erfahrungen an der Universität:
„Da gab es einschlägige Seminare, die bei den männlichen Teilnehmern schweres Unbehagen hervorriefen. In den Pausen wurde zwar gespottet, aber während des Seminars selbst ertrug man mit zusammengebissenen Zähnen die allfällige Anklage gegen das Patriarchat, welches noch heute und auch in Gestalt vermeintlich aufgeklärter Männer wirksam sei. Der im Pausenspott ausgedrückte Unmut wurde hier nicht mehr offen ausgesprochen. Keine Gegenwehr. Lediglich zaghafte Kritik wurde hier und da geäußert."
Das Not-All-Men-Meme ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie dieses Schweigen von Männern in Geschlechterdebatten produziert wird. Wie viele Männer ruhig bleiben, anstatt ihre Interessen zu vertreten und etwas zu sagen, bemerken dabei viele Frauen offenkundig kaum.

Donnerstag, 8. Mai 2014

Der Geschlechterkampf als Selbstgespräch - Bäuerleins und Knüplings "Tussikratie"

In Theresa Bäuerleins und Friederike Knüplings Buch Tussikratie schreibt Knüpling einen Brief, den sie mit der Anrede „Liebe Männer" beginnt. Arne Hoffmann hat diesen Brief kritisiert und zugleich das Buch insgesamt hoch gelobt, auch Ole Wintermann hat das Buch sehr positiv besprochen, Christian Schmidt über ein Interview der Autorinnen einen Essay verfasst – aber niemand ist auf die Idee gekommen, Friederike Knüpling einfach mal zu antworten.
 
Das, natürlich, ist sehr unhöflich. Da ich hingegen, wie ja allgemein bekannt ist, ein sehr höflicher Mensch bin, habe ich einen Antwortbrief verfasst, der Einfachheit halber als offene Antwort auf einen offenen Brief. Hier ist er:


Sehr geehrte Frau Knüpling,

eigentlich hatte ich es mir ja abgewöhnen wollen, offene Briefe zu schreiben – schon allein, weil ich das Gefühl habe, mich mit einem offenen Brief immer sehr hart an der Peinlichkeitsschwelle zu bewegen. Da Sie aber für Ihr Buch Tussikratie, das Sie gemeinsam mit Theresa Bäuerlein verfasst haben, einen Brief mit der nun einmal ziemlich allgemeinen Anrede „Liebe Männer“ geschrieben haben und da ich mich damit selbstverständlich einfach angesprochen gefühlt habe, dachte ich, es sei zumindest höflich, Ihnen auch zu antworten.
„Die meisten Männer, die ich kenne, sind zwar durchaus bereit – und das übrigens ziemlich unabhängig von ihrem Geburtsjahrgang – , über Geschlechterverhältnisse zu sprechen. Aber die begriffliche Gruppe Männer betrachten sie in diesen Unterhaltungen meistens ausschließlich als Profiteure im Geschlechtergefüge.“ (S. 226)
Das schreiben Sie schon ziemlich zu Beginn Ihres Briefes und erzählen dann bald darauf von Ihrem Verdacht,
„dass der Fleiß, ein guter Feminist zu sein, für viele von Euch vor allem eine Methode sein dürfte, die Sprachlosigkeit über die eigene Situation zu verbergen.“ (226)
Nun ist männliche Sprachlosigkeit in Gesprächen über Geschlechterverhältnisse selbst schon ziemlich lange ein festes Thema solcher Gespräche, auch bei Männern: Ein Buch von Warren Farrell heißt beispielsweise Women Can’t Hear What Men Don’t Say.
 
Schon Arne Hoffmann allerdings war dann irritiert, wie Sie über diejenigen Männer schreiben, die dann doch den Mund aufmachen: Es befremde ihn,
„wie herablassend Knüpling über die Männerrechtler bzw. Maskulisten schreibt, ‚von denen manchmal im Sommerloch etwas in der Zeitung zu lesen ist‘."
Alles ein Geschlechterkampf - oder wie? Quelle

Es lohnt sich hier, einen größeren Absatz aus Ihrem Brief an die „lieben Männer“ zu zitieren, in dem Sie gleichwohl in dritter Person über „die Männerrechtler“ reden, als gehörten sie irgendwie zu einer ganz anderen, ganz seltsamen Spezies und als könnten sie in die Gruppe der angesprochenen Männer gewiss nicht einsortiert werden.
„Sie haben eine Übervorteilung von Frauen in der Bildung, bei der Gesundheit und im Familienrecht identifiziert. Manche von ihnen nennen sich Maskulisten oder Antifeministen. Sie scannen die Rechtsprechung und die Medien mit dem Rechenschieber der Geschlechter, und die Blogs, die sie über Väterrechte und Jungen schreiben, kommen merkwürdig fremd-vertraut her, wie ein Dialekt aus vergangenen Zeiten.“ (228)
Tja, wie man’s macht, macht man’s falsch. Auch wenn es natürlich ein paar lobenswerte Ausnahmen gibt, wie zum Beispiel Ralf Bönt, dessen „Männerpanoptikum“ (233) sie viel Platz widmen.
„Denn für sich genommen, schreibt er, gilt ein Mann als wertlos; man erwartet von ihm, dass er von sich selbst absieht, für andere arbeitet, sich heroisch aufopfert.“ (232)
Das sind übrigens, wenn hier bei Ihnen auch zugespitzt, zentrale Thesen dieser „Maskulisten“ mit ihren Scannern und Rechenschiebern. 

Das aber ist auch der Grund, warum ich diesen Brief schreibe: Ich wollte angesichts Ihres Briefs wissen, warum so viele Männer stumm wirken – und was Sie eigentlich (von ein paar willkürlich wirkenden Ausnahmen abgesehen) so gegen die Männer haben, die nicht stumm sind.

Samstag, 3. Mai 2014

Von belangloser Gewalt und der Macht des Konsums (Monatsrückblick April 2014)

Wer immer noch der Idee nachhängt, etablierte Geschlechterdebatten seien im Kern rational, zweckdienlich und human, der hat aus irgendwelchen Gründen den Monat April verpasst.
Ein mittlerweile schon berühmtes Bild: Alle Toten in den Game of Thrones (A Song of Ice and Fire)-Büchern, durch bunte Lesezeichen markiert. Der gewaltsame Tod ist dort so allgegenwärtig, dass es sogar einen spielerischen Zufallsgenerator gibt, bei dem jeder herausfinden kann, wie er selbst in dieser Welt sterben würde...
DIESE GEWALT allerdings ist gar nicht das eigentliche  Problem... (Quelle)
Ein Skandal war beispielweise eine Szene in einer der gewalthaltigsten Fernsehserien aller Zeiten, weil dort ausnahmsweise einmal für ein paar Minuten lang kein Kind getötet, Mann gefoltert oder Dorf massakriert, sondern eine Frau vergewaltigt wurde. Der Feminismus sei
„mitten in der Popkultur angekommen“,
schreibt Lorraine Haist in der Welt, passenderweise in der Lifestyle-Sektion. Das aber hat offenbar bislang weder dem Feminismus noch der Popkultur sonderlich genutzt.

Geschadet allerdings auch nicht, jedenfalls nicht dem Feminismus. Das liegt auch daran, dass die Männerbewegung im Netz zwar noch zu klein ist, um zu laufen, sich aber schon jede Menge Flügel wachsen lässt – ohne mit ihnen koordinierte Flugbewegungen hinzubekommen, selbstverständlich.
 
Diese internen Konflikte sind ohnehin ein Symptom eines ganz anderen Problems: Da die kleine, institutionell weithin isolierte Männerbewegung keinen Zugang zu ernsthaften politischen Debattenfeldern hat, trägt sie diejenigen Konflikte praktischerweise nach innen aus, die sie dort nicht führen kann, wo sie geführt werden müssten.

Es gab mal einen Mann, der sich oft über seinen Nachbarn ärgerte. Der aber hörte ihm nie zu, wenn er ihm etwas dazu sagen wollte. Schließlich fand der Mann einen guten Umgang mit dem Problem: Jedes Mal, wenn der Nachbar sich wieder einmal daneben benommen hatte, haute er sich einfach selbst eine aufs Maul, weil das irgendwie die einfachste Lösung war.

Weiß ich auch nicht, wie ich darauf jetzt komme. Ein gutes Beispiel jedenfalls für die Isolation der Männerbewegung ist der Hype – bekanntlich eine der popkulturellen Pflichtübungen – um das Buch „Tussikratie“ der Autorinnen Theresa Bäuerlein und Friederike Knüpling, über die auch Christian Schmidt, Arne Hoffmann und Ole Wintermann Essays veröffentlicht haben.

Ich finde das Buch nicht schlecht, und die Essays fand ich sehr lesenswert – die massenmediale Aufmerksamkeit, die es bekommt, steht gleichwohl in einem seltsamen Missverhältnis zu dem viel substantielleren Veröffentlichungen Arne Hoffmanns aus diesem Jahr, die kaum einmal einer Radiostation ein Interview wert waren. Geschlecht ist weiterhin Frauensache.

Aber der Reihe nach. Alles beginnt, selbstverständlich, mit „Game of Thrones“…