Samstag, 6. April 2013

Geschlechtergerechte Sprache, Universal-Derailer und die Vertreibung aus dem Paradies

„Dummdeutsch im Straßenverkehr“  – so überschreibt Jan Fleischhauer seine Kolumne zur geschlechterechten Sprache der neuen Straßenverkehrsordnung. „Erstmals fließt der Verkehr in Deutschland geschlechtsneutral, also ohne ‚Fußgänger‘, ‚Radfahrer‘ und überhaupt ohne jeden ‚Verkehrsteilnehmer‘. Um das zu erreichen, heißt es künftig nur noch ‚wer zu Fuß geht‘ beziehungsweise ‚wer ein Fahrrad führt‘. Auch ‚zu Fuß Gehende‘ gibt es nun oder ‚Mofa Fahrende‘, aber eben keine Mofafahrer mehr.“

Nun hat es vermutlich tatsächlich niemals eine Frau gegeben, die sich nicht getraut hätte, eine Fußgängerzone (die in Hannover übrigens bald „Flaniermeile“ heißen soll) zu betreten, weil sie aufgrund der Bezeichnung dachte, dies sei nur Männern erlaubt. Ulrike Hauffe, Frauenbeauftragte des Landes Bremen, erläutert gleichwohl: „Frauen haben ein Recht darauf, nicht nur ‚mitgemeint‘ zu sein. Die Zeiten, in denen es sich ein Staat erlauben konnte, Frauen sprachlich zu unterschlagen, sind zum Glück für uns alle vorbei.“

Vermutlich liegt vielen, die von der geschlechtergerechten Änderung der StVO gelesen haben, die Frage nahe, ob Deutschland eigentlich gerade keine anderen Probleme hat. Nun habe ich allerdings vor kurzer Zeit einen sehr interessanten Text von Bernhard Lassahn gelesen, der die „geschlechtergerechte Sprache“ sehr ernst nimmt und gründlich kritisiert. Er heißt „Wir lügen, ohne es zu merken“, und ich hätte mir einige Passagen in einigen Texten hier sparen und einfach nur auf Lassahns Text verweisen können, wenn ich ihn schon vorher einmal gelesen hätte. Lassahn kommt angesichts der geschlechtergerechten Sprache zu einem sehr weit gehenden Schluss: „Wichtig ist nur, der ‚männlichen‘ Form abzusprechen, das mit ihr auch etwas Übergeschlechtliches gemeint sein könnte, etwas allgemein Menschliches – ‚männlich‘ und ‚menschlich‘ sollen nicht zusammengehören: Es geht um die Vertreibung der Männer aus dem Paradies des Menschlichen – nicht um das Nur-mitgemeint-sein.“ (S. 174)

Das natürlich sind gravierende Schussfolgerungen aus dem simplen Umstand, dass beispielsweise Radfahrer von nun an mit „wer ein Fahrrad führt“ bezeichnet werden oder Politiker ihre Ansprachen an die Menschen nicht an die „Bürger“, sondern an die „Bürgerinnen und Bürger“ adressieren. Nach und nach aber erschien mir Lassahns Schluss durchaus plausibel. Ich habe mir zum Beispiel überlegt: Warum eigentlich werden solch harmlose Wörter wie „Fußgänger“ als Problem verstanden, das angepackt werden muss, während zugleich völlig selbstverständlich die Schilder für Fußgängerzonen weiterhin nur Frau und Kind, aber nicht Mann und Kind (oder alle denkbaren anderen Kombinationen) zeigen – ohne dass das als Problem der Geschlechtergerechtigkeit betrachtet würde. Die Erklärung dafür macht die Sache ja nicht besser, sondern schlimmer: dass nämlich aus Sorge um pädophile Übergriffe nur Frauen an der Hand von Kindern gezeigt würden.
 
Geschlechterklischees: Ein Krimi aus der Zeit, als es noch Männer auf Fußgängerzonenschildern gab
Klischees, die diese Überzeugung transportiert, sind nun offenkundig wesentlich ausgrenzender als ein gedankenloser Gebrauch des generischen Maskulinums. Wer bei einem stilisierten Bild von einem Mann mit einem Kind an der Hand nicht zuerst an einen fürsorglichen Vater mit Kind, sondern sogleich an einen Vergewaltiger mit seinem Opfer denkt, hat ein Problem mit Perversionen der eigenen Wahrnehmung, die er – oder sie, um das geschlechtergerecht zu formulieren – so restlos auf seine Umgebung projiziert, dass ihm selbst simple Straßenschilder als großes Problem erscheinen. Wenn sich das zuständige Ministerium schon viele Gedanken über einen nicht-diskriminierenden Straßenverkehr macht – warum lässt es diesen Aspekt so selbstverständlich aus?

Dienstag, 2. April 2013

Feministische Selbstgespräche, Filterbubbles und die Produktion von Nazis

Als der WDR-Talker Jürgen Domian auf seiner Facebook-Seite ein mild-kritisches Zitat über den neuen Papst veröffentlichte, Facebook dieses Zitat löschte, die Löschaktion von Domian kritisiert und von vielen als „Zensur“ bezeichnet wurde, trat die Bloggerin Antje Schrupp auf den Plan: „Dummes Gerede“ sei das, mit Zensur habe das überhaupt nichts zu tun. Auf ihrem Blog, der ausgerechnet „Aus Liebe zur Freiheit“ heißt, schrieb sie: „Ich habe den Eindruck, dass es vor allem Männer mit gewissen Privilegien sind, die diese beiden Sachen verwechseln: Sie glauben, wenn sie ihre Meinung nicht jederzeit und überall veröffentlichen dürfen, sei das dasselbe, als wenn sie sie gar nicht veröffentlichen dürfen. Also 'Zensur'.“ Schrupp selbst tritt nachdrücklich für Beschränkungen in der öffentlichen Rede im Internet, für das Löschen nicht genehmer Beiträge und für den Rückzug auf den Austausch vertrauter Positionen ein. "Warum Filterbubbles toll sind":

„Man kann es natürlich für grobe Filterbubblebeschränktheit halten, dass mich die Vielfalt der im Netz vorhandenen Positionen nicht ernsthaft dazu bringt, darüber nachzudenken, ob das generische Maskulinum nicht vielleicht doch ne tolle Sache ist oder sexistische Werbung witzig. Nein, da reicht es mir völlig, mich mit meiner Filterbubble einig zu wissen. Auch dort gibt es zu allen diesen Themen gewisse Nuancen, und das ist mir dann auch schon genug an Diversität. Ich muss – egal in welchem Medium – nicht ernsthaft mit Nazis, Rassistinnen und Sexisten diskutieren, Filterbubble: I like you.“

Der Begriff „Filterbubble“, den Schrupp hier so positiv verwendet, war ursprünglich – und das heißt: vor kaum mehr als einem Jahr – sehr kritisch gemeint, als Eli Pariser ihn zum Titel eines Buches machte. Suchmaschinen wie google, soziale Netzwerke wie Facebook oder auch Internetkaufhäuser wie amazon würden die Informationen, die sie uns präsentieren, gezielt auswählen, basierend auf unserem Verhalten im Netz, unseren vorherigen Suchen, Einkäufen oder unseren „Freundeskreisen“. So bekämen wir nur das zu Gesicht, was wir sehen wollten, und würden von allem, was uns irritieren könnte, verschont. In  Parisers Augen sind die entstehenden „Filterblasen“, in denen wir uns bewegen, gefährlich – ein allgemeines ziviles Gespräch würde unmöglich werden, wir würden uns an unseren eigenen Erwartungen spiegeln, Opfer unserer eigenen Propaganda („Autopropaganda“) werden und nichts mehr dazulernen. Parisers Thesen sind umstritten - gleichwohl ist es irritierend, wie schnell sein Begriff, und nicht nur von Schrupp, positiv umgedeutet wurde. Dass es gefährlich (aber immer wieder auch unfreiwillig komisch) ist, wenn das öffentliche und offene Gespräch durch die Beschränkung auf selbstbezügliche Strukturen, auf den Monolog der Gleichgesinnten ersetzt wird, lässt sich an vielen Beispielen zeigen.

Samstag, 30. März 2013

War Alice Schwarzer eine Vorkämpferin der Väterrechtsbewegung?

"Es bleibt ein ebenso gefährliches wie albernes Unterfangen, aus Körperfunktionen soziale Normen abzuleiten. Die Frau kann Kinder kriegen, an dieser Tatsache ist nicht zu rütteln. Doch ist es ebenfalls eine biologische Tatsache, dass das Kind seinen halben Chromosomensatz dem Vater verdankt. Ich ziehe daraus die Schlußfolgerung, dass die ersten neun Monate zwar die Mutter eine nicht austauschbare Rolle übernimmt, dass aber vom Augenblick der Geburt an beide Eltern gleichermaßen sich die Freuden und Sorgen um ihr Kind teilen können.“ Angela Barron McBride wird aus ihrem Text Das normal-verrückte Dasein als Hausfrau und Mutter zustimmend zitiert von – Alice Schwarzer, in deren Klassiker der neueren deutschen Frauenbewegung,  Der 'kleine Unterschied‘ und seine großen Folgen aus dem Jahre 1975 (S. 219f.). Schwarzer selbst formuliert in vielen Passagen ihres Buches ganz ähnlich. Empört grenzt sie sich von der Sicht ab, dass der „Mutterinstinkt“ Frauen „angeblich nicht nur zum Kindergebären, sondern auch zum Kinderaufziehen besonders prädestiniert“ (218) und fragt in diesem Sinn: „Was aber würde die besondere Zuständigkeit von Frauen für Haushalt und Kindererziehung rechtfertigen, wenn nicht ein mystischer Mutterinstinkt?“ (219) „Ein Kind braucht Zuneigung, Anregungen und Pflege“, aber von wem dies komme, sei nicht entscheidend – „auf das Geschlecht der Person kommt es nicht an.“ (218f.) Schon vorher räsonniert sie: „Doch abgesehen von einem diffusen Gerede über die sogenannte ‚Weiblichkeit‘ ist die Männergesellschaft bisher noch die Antwort schuldig geblieben, warum ein Mensch mit Vagina länger arbeiten kann und eher bestimmt ist zum Windelwaschen und Geschirrspülen als ein Mensch mit Penis…“ (214) Und sie gelangt zu der Forderung: „Wir müssen hier und heute die Übernahme der Hälfte der Hausarbeiten durch die Männer fordern, statt uns mit ihrer gnädigen Mithilfe zu bescheiden.“ (228)
 
Abgesehen von einigen erwartbaren Klischees – dass „die Männergesellschaft“ Antworten schuldig bleibe, dass Frauen länger arbeiten würden als Männer und dem auffälligen Vermeiden der Frage, ob Frauen denn auch die Hälfte der Erwerbsarbeit leisten würden, wenn Männer die Hälfte der Hausarbeit übernähmen – könnten viele Passagen heute so auch in Texten von Vätern zitiert werden, die um den Kontakt zu ihren Kindern und ihre Rechte als Väter kämpfen. War Alice Schwarzer also eine Vorreiterin der Väterrechtsbewegung?

Mittwoch, 27. März 2013

Wie man Gewalt gegen Männer und Kinder fördert (und das als gute Politik verkauft)


Zugegeben: Ein Blog zu betreiben hat eine Menge mit dem Senken von Schamschwellen zu tun. Beispielsweise habe ich, bevor ich dieses Blog hier gestartet hatte, noch nie ungefragt längere und gar öffentliche Briefe an andere mir eigentlich unbekannte menschliche Wesen geschrieben, und nun mache ich es gerade schon zum dritten Mal. Ich kann mich aber zu meiner Entschuldigung darauf berufen, dass ich in jedem Fall provoziert worden bin. Heute beispielsweise durch folgendes Bild:

Keine Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder – das ist der Name eines „Landesaktionsplans“ der Landesregierung Brandenburg. Natürlich, ich bin kein Brandenburger, sondern Niedersachse – aber da solche Slogans ohnehin länderübergreifend wirken (ich habe das Bild beispielsweise der Homepage einer kommunalen Website des hessischen Wetteraukreises entnommen) und da sich in Brandenburg gerade eine neue Gleichstellungsbeauftragte mit einem eigentlich sehr schönen und passenden Zitat vorgestellt hat, dachte ich, ich schreibe ihr einfach einmal.
Sehr geehrte Frau Hübner,

„Ein Verstand, der die Füße in einem Sack von Vorurteilen stecken hat, der kann nicht nach dem Ziel laufen“ – dieses Bettina von Arnim-Zitat, mit dem Sie sich im Internet präsentieren, ist ein wichtiger Grund, warum ich Ihnen schreibe. Ihr Bundesland Brandenburg (für mich als Niedersachsen knapp ein Nachbarbundesland, in dem ich aber aus privaten Gründen häufig bin) nennt einen von 2011 bis 2014 laufenden Aktionsplan zur häuslichen Gewalt „Keine Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder“  – und schafft es also, in sieben Wörter in gleich mehrere große Säcke von Vorurteilen unterzubringen.


Gewalt gegen Männer? Nicht so schlimm Zunächst einmal hab ich mich als unbefangener Leser natürlich gefragt, warum das Land Brandenburg Gewalt gegen Männer ganz in Ordnung findet und einen eigenen Aktionsplan aufstellt, um das der Welt auch mitzuteilen. Und nein, das ist keine Überinterpretation. Würde jemand behaupten: „Ich lehne es ab, Männer oder Kinder zu schlagen!“ – dann würden andere zurecht davon ausgehen, dass er Frauen zu schlagen nicht in gleichem Maße ablehnt. Und würde jemand sagen: „Gestern habe ich mein Kind nicht geschlagen.“ – dann würden viele mit guten Gründen davon ausgehen, dass er an anderen Tagen sein Kind schlage. Auch auffällige Auslassungen drücken eben etwas aus.

Sonntag, 24. März 2013

Über den Umgang mit Jungen

Jungen sind aggressiver, entwickeln sich später, sind desinteressierter, weniger anpassungswillig, weniger engagiert, fauler, lesefauler, nachlässiger, rechthaberischer, sprachlich unbegabter, weniger eloquent, computerspielsüchtiger, sozial inkompetenter, dominanzorientierter, gewaltbereiter als Mädchen – Resultat eines kurzen Brainstormings aus Texten, die ich in den letzten drei Wochen über Jungen in der Schule gelesen habe. Angesichts dieser Masse an negativen Eindrücken ist es verwunderlich, dass überhaupt noch jemand Jungen in der Schule unterrichten will. Mein Eindruck: Wenn überhaupt einmal jemand wohlwollend über Jungen schreibt, dann entschuldigt er ihre Defizite, führt beispielsweise eine größere Unruhe und Aggressivität auf einen stärkeren Bewegungsdrang zurück, dem in der Schule nicht genug Rechnung getragen werden. Nur ausnahmsweise aber finde ich Texte, in denen Verhaltensweisen von Jungen als Qualitäten beschrieben werden – wie beispielsweise „Die Schule – ein weibliches Biotop?“ des Zürcher Professors und Psychologen Allan Guggenbühl, der beschreibt, dass Jungen versuchten, mit ihrer Form der Kommunikation soziale Situationen zu dynamisieren (was ihnen dann von Lehrkräften als aggressives Kommunikationsverhalten ausgelegt werden kann).

Natürlich entwickeln sich Klischees wie die eingangs skizzierten zu self-fulfilling prophecies – wer als Erwachsener Jungen auf diese Weise wahrnimmt, wird kaum vernünftig und angemessen mit ihnen umgehen können und möglicherweise eben gerade die Verhaltensweisen produzieren, die er ihnen dann zum Vorwurf machen kann. Vor Kurzem habe ich von den Ergebnissen einer Lehrerfortbildung erfahren, bei der es um Jungen als Bildungsverlierer ging. Die Kollegen hatten sich mit vielen Aspekten des Problems auseinandergesetzt: Dass Jungen und Mädchen verschieden seien und so auch akzeptiert werden müssten (eigentlich eine Selbstverständlichkeit, wenn es keine „geschlechterbewusste Pädagogik“ gäbe, die davon ausgeht, dass alle Unterschiede zwischen den Geschlechtern soziale Konstruktionen sein und beliebig umkonstruiert werden könnten), dass Jungen einen großen Bewegungsdrang hätten, dem die Schule auch gerecht werden sollte, dass sie sich für andere Lektüren interessierten als Mädchen, später reiften etc. Ein Aspekt aber wurde ausgelassen: nämlich die Frage, welche Rolle eigentlich die Lehrkräfte im Hinblick auf die schulischen Nachteile von Jungen spielen. Insofern waren die Ergebnisse der Fortbildung informiert, aber nicht reflektiert.

Die „antisexistische Jungenarbeit“, die hier schon Thema war, reagiert auf diese Situation mit einer Boot-Camp-Methodik – der Junge in seiner Orientierung an der „hegemonialen Männlichkeit“ muss erst einmal destruiert und dann als neuer Mann wieder aufgebaut werden. Dazu macht dann zum Beispiel die vom Verein „Dissens“ herausgegebene und selbstverständlich aus öffentlichen Mitteln finanzierte Schrift „Geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen an der Schule“ den Vorschlag, den Kindern im Unterricht nicht mehr nur das Binnen-I beizubringen (was übrigens kein vernünftiger Mensch tut), sondern auch den Unterstrich („Hochstapler_innen“), der auch die Inklusion der Transsexuellen signalisiert. (S. 67) Da ich gerade im Urlaub bin und einen Freund besuche, der ebenfalls Lehrer ist und außerdem zwei Söhne hat, entwickelten wir eines Tages – genauer: gestern und heute Abend – übermütig das Gefühl, uns würden möglicherweise NOCH bessere Vorschläge zur Förderung von Jungen in der Schule einfallen als dem Dissens-Verein, dessen große Kompetenz möglicher- und unglücklicherweise an der Lebensrealität von Jungen und Mädchen ein bisschen vorbeigeht. Unsere Frage, die wir gestern einige Stunden lang gemütlich diskutierten, war: Was können denn eigentlich der einzelne Lehrer oder die einzelne Lehrerin tun, um Jungen in der Schule angemessen zu fördern? Hier sind unsere Top Ten, Zehn Gebote oder Goldene Regeln:

Donnerstag, 21. März 2013

Die männliche Tragödie


Die „männliche Tragödie“ bescheibt Warren Farrell in seinem Buch The Myth of Male Power folgendermaßen: „The male tragedy (…) is that showing our love by providing takes us away from showing our love from connecting. Thus, loving our sons has taken us away from loving our sons.“ (Farrell 1993, S. 82) Gerade durch die männliche Art der Fürsorge für die Kinder (nicht nur für die Söhne, auch bei Farrell nicht), ihrer finanziellen Versorgung durch die Erwerbsarbeit, entfernten sich die Väter von ihnen – gerade diese (wenn auch notwendige) Art, die Kinder zu lieben, hindere sie daran, ihre Kinder zu lieben.

Was Farrell, etwas pathetisch klingend, aber sehr stimmig als „tragischen“ Konflikt der traditionellen Männerrolle beschreibt, hat sich in den letzten Jahrzehnten, also in Zeiten einer vorgeblichen Auflösung traditioneller Geschlechterzuordnungen keineswegs entschärft, sondern sogar noch zugespitzt. Ein Beispiel – ein schroffes, aber nur eines unter vielen – ist der Konflikt zwischen Interessen von Samenspendern und ihren biologischen Kindern, der ja auch hier im Text und in den Kommentaren schon Thema war. Tatsächlich lässt sich der Konflikt, den Farrell skizzierte, aber noch viel weiter fassen.

Montag, 18. März 2013

Connells Ohrwürmer, feministische Stützräder und die ostfriesische Weltverschwörung


„Warum sind Männer so schrecklich?“ Dies sei die leitende und grundlegende Frage eines ganzen Forschungszweigs, der „Men’s Studies“, deren wesentliche Aussage darin bestünde, dass Männer autoritäre Tyrannen („authoritarian bullies“) seien – so Bruce Bawer, den kalifornischen Professor David Clemens zitierend, in seinem Buch The Victim’s Revolution. The Rise of Identity Studies and the Closing of the Liberal Mind, das gerade von Arne Hoffmann auf Genderama besprochen wurde. Eine Hauptfigur der Men’s Studies ist der australische Wissenschaftler Robert W. Connell, sein 1995 erschienenes Buch „Masculinities“ wird von Bawer als Grundtext dieses Forschungsfeldes präsentiert, sein Konzept der „hegemonialen Männlichkeit“ als ihr Herzstück („the very heart“). Dass Connell sich, wie 2008 enthüllt wurde, einer Geschlechtsumwandlung unterzogen hatte und seitdem Raewyn Connel ist, sei von den Kollegen in einer politisch korrekten Weise aufgenommen worden – indem nämlich schlicht niemals die Frage gestellt worden sei, was es für den Forschungszweig der Men’s Studies eigentlich bedeute, dass ihr männlicher Gründer sich als eine in einem männlichen Körper gefangene Frau erlebt habe, die ihre Männlichkeit radikal ablehnt.

Auch auf
Alles Evolution wurde schon wiederholt über Kritische Männerforschung und über Connells Konzepte, insbesondere über deren Ohrwürmer – „hegemoniale Männlichkeit“, „patriarchale Dividende“ – diskutiert. Welchen Sinn aber haben solche Formulierungen überhaupt angesichts der Tatsache, dass die meisten Männer von Herrschaftspositionen ebenso weit entfernt sind wie die meisten Frauen? Wie kann überhaupt ein Forschungszweig entstehen, der über Menschen in programmatisch ablehnender (denn das ist hier mit dem Begriff „kritischer“ gemeint) Haltung forscht – so als beschäftige man sich  mit gefährlichen Krankheiten, mit historischen Katastrophen oder zumindest mit Vampiren und Kobolden? Ich habe versucht, Antworten darauf in Connells Text Masculinities zu finden, der auf Deutsch im Jahr 1999 erschien („Der gemachte Mann“) und seitdem mehrfach neu aufgelegt wurde.

Freitag, 15. März 2013

"Deutschland ist eigentlich keine Bananenrepublik!" oder: Was man von Spenderkindern über die Situation von Vätern lernen kann



„Wichtigtuerisches Geschwätz. Ichichich.“ – „Sie soll doch froh sein, am Leben zu sein. Wenn Sie das nicht kann, gibt's immer noch gute Therapeuten. Aber die hat echt nen Sprung in der Schüssel..... „ – „Zumindest die Antworten der Klägerin verraten unmittelbar welch Kleingeist sie ist-„ – „Das ist doch krank! (…) Hier wird eine ganz krumme Tour zum Nachteil aller durchgezogen, hier fehlt nur noch die umgesetzte Beugehaft für alleinerziegende Mütter ohne Angabe zum Vater.“
 
Eine kleine Auswahl von Kommentaren zu der Studentin Sarah P., die sich im Februar das Recht erstritten hatte, als Spenderkind den Namen ihres Vaters zu erfahren. Die Kommentare stammen aus einer von vielen als durchaus seriös angesehenen Seite, von Spiegel-Online, und beziehen sich auf ein Interview mit Sarah P., dass dort am 12. Februar erschien.
 
Da ich hier einmal einen Text über Selbstkommentare von Spenderkindern veröffentlich hatte, war ich natürlich daran interessiert, zu erfahren, wie die Geschichte weiter gegangen war, und bin dabei vor einigen Wochen auch auf dieses Interview gestoßen. Es hat über mehrere Wochen hinweg eine große Anzahl von Kommentaren provoziert (insgesamt 499 auf 50 Seiten, oben habe ich aus den Kommentaren #15, #13, #59 und #45 zitiert), die meisten stammen offenkundig von Männern, und fast alle sind ausgesprochen negativ, oft verletzend. Da ich das Interesse von Spenderkindern, zumindest die Namen ihrer Spenderväter zu erfahren, nachvollziehbar und plausibel finde, hat mich diese starke negative Reaktion überrascht. Wodurch also provoziert Sarah P. so sehr? Möglichen Antworten auf diese Frage sagen zugleich viel aus über den Status, den die Vaterschaft heute allgemein in Deutschland hat.

Mittwoch, 13. März 2013

Kluge Ratschläge an jemanden, der auszieht, das Fürchten zu lernen


Wir hoffen, du wirst einmal glücklich sein,
zufrieden und stabil im Leben stehen.
Die Furcht erlernst du noch von ganz allein.

Erst gestern noch, so scheint es, warst du klein.
Heut mußt du deine eignen Wege gehen.
Wir hoffen, du wirst einmal glücklich sein.

Noch spinnst du dich rundum in Träume ein.
Sie werden später unbemerkt verwehen.
Die Furcht erlernst du noch von ganz allein.

Fall nicht auf jedes kluge Wort herein!
Hör auf, dich um dich selbst im Kreis zu drehen!
Wir hoffen, du wirst einmal glücklich sein.

Geh in die Welt hinaus, als wär sie dein.
Lauf nicht vor ihr davon, und du wirst sehen:
Die Furcht erlernst du noch von ganz allein.

Suche nicht zu jedem „Ja“ ein „Nein“!
Du mußt nicht alles vollständig verstehen.
Wir hoffen, du wirst einmal glücklich sein.
Die Furcht erlernst du noch von ganz allein.


Montag, 11. März 2013

Warum gibt es eigentlich Feministen?

Nach der großen Aufregung um eine vom Asta der Brauschweiger Hochschule für Bildende Künste versendete Mail, in der ein vorsichtiger Zusammenhang zwischen Feminismus und einer Diskriminierung von Männern hergestellt wird, wollte ich natürlich wissen, wie die Geschichte denn weiter gegangen war. In der Online-Ausgabe der Braunschweiger Zeitung steht ein Artikel dazu. 

„‘Unsere Haltung zum Thema Feminismus entspricht genau dem Gegenteil‘, erklärte Asta-Sprecher Maximilian Burkhardt am Mittwoch nach einer Sitzung des Gremiums mit hörbarem Bedauern. Wortwahl und Versand der Mail seien ein nicht hinnehmbarer Alleingang gewesen – eines weiblichen Asta-Mitglieds. Die HBK-Studentenvertretung wolle nun am Donnerstag in größtmöglicher Besetzung an dem Vortrag im TU-Altgebäude (19 Uhr) teilnehmen und Rede und Antwort stehen.“

Eine seltsame Konstellation, die weiterhin nicht frei von Komik ist. Der ASta ist nicht nur in größtmöglicher Besetzung zum Rapport angetreten – hier entschuldigen sich auch noch Männer katzbuckelnd (und vermutlich bei anderen Männern) dafür, dass eine Frau den Feminismus nicht ernst genug genommen hat. In den Kommentaren zum Artikel geht das ähnlich weiter. Dort beschwert sich eine Leserin darüber, dass es in Braunschweig keine Veranstaltungen von Maskulisten gäbe und beispielsweise Arne Hoffmann hier noch nie eingeladen worden sei – und wird dafür flugs von einem Leser getadelt („unsachlich und undemokratisch“). Ich hab’s ja immer schon gesagt: Wenn wir Männer den Feminismus beizeiten in die Hand genommen hätten, dann wär er heute schon viel weiter.

Das hat mich an eine Frage erinnert, die mir einmal eine Frau zu einem Text von mir gestellt hat – sie hatte mich mit dem Hinweis auf Rosenbrocks Diffamierung von Männerrechtlern als Rechtsradikale irritiert gefragt, warum ein Mann so etwas schreiben würde. Das ist eine gute Frage, die sich auch allgemeiner formulieren lässt:  Warum gibt es eigentlich Feministen?

Freitag, 8. März 2013

Diskriminierung von Männern?! Ein Skandal aus der Provinz


Ein „Armutszeugnis“, bei dem nur „von einer klassischen Täter-Opfer-Verkehrung gesprochen“ werden könne, die Notwendigkeit „einer raschen Aufarbeitung des Vorfalls“ – der ASta der Universität Hannover sah sich am 1. März zu einer entschiedenen Stellungnahme genötigt. Was war geschehen?

In Braunschweig (eine weit entfernte Kleinstadt, deren Existenz normalerweise von anständigen Hannoveranern geleugnet bzw. nur mit dem Ausdruck äußersten Widerwillens anerkannt wird) organisiert die dortige Antifaschistische Gruppe Braunschweig (A.G.B.) die Veranstaltungsreihe
„Feminismus. Von Verhältnissen zu Kategorien“, lud in diesem Rahmen die Publizistin Roswitha Scholz zu einem Vortrag ein und fragte beim ASta der Braunschweiger Hochschule für Bildende Künste wegen eines Raumes nach. Doch was geschah? Der ASta der HBK schickte nicht nur eine Absage, sondern auch noch per Email eine Begründung, welche die A.G.B. wiederum so empörte, dass sie sie fassungslos auf ihrer Homepage dokumentierte:

„wir haben noch einmal in großer Runde dein Anliegen besprochen und uns dazu entschieden, dass wir euch leider keinen Raum zur Verfügung stellen können. Die meisten von uns fühlen sich mit dem Titel 'Feminismus' unwohl. Mit dem Begriff assoziieren wir eine eher radikale Frauenbewegung, die die Diskriminierung von Männern nicht ausschließt. Da wir glauben, dass auch andere potenzielle Besucher der Veranstaltung das so sehen, können wir euch keine HBK-Räume anbieten.(…) Herzlichst AStA der HBK Braunschweig“

Ein Skandal nimmt seinen Lauf, der im ersten Akt als Posse beginnt und am Ende beängstigende Züge hat.

Donnerstag, 7. März 2013

Warum Feminismus nicht links ist (und die Männerrechtsbewegung nicht rechts)

„Links=feministisch?“ So ist auf Genderama ein Gastbeitrag des ehemaligen SPD- und Linken-Mitglieds Sven Janssen betitelt. Janssen geht davon aus, dass eine Männerrechtsbewegung nur erfolgreich sein könne, wenn sie an der „Wurzel des Problems“ ansetze – dass nämlich feministische Positionen nicht einfach Ergebnisse „von intellektuellen Verirrungen“ wären, sondern deshalb erfolgreich seien, weil sie „einen massiven ökonomischen Vorteil für Arbeitgeber oder Finanzeliten“ böten und daher massiv gefördert würden.

Ich selbst stamme aus einer sozialdemokratischen Familie, bin lange Zeit traditioneller Grünen-Wähler gewesen und kann heute mit diesen Parteien – gerade auch aufgrund ihrer Männerfeindlichkeit – nicht mehr viel anfangen (darüber hab ich hier auch schon geschrieben). Menschen, die für eine Gleichberechtigung von Männern und Frauen eintreten und die dabei auf Benachteiligungen von Männern und Jungen hinweisen, werden aus Reihen der Grünen (Rosenbrock) und der SPD (Gersterkamp) ja gern als „rechts“ hingestellt oder gar mit rechtsradikalen Ideen assoziiert. Natürlich drängt sich dabei die Frage auf, die Janssen stellt (und alle Zitate hier kommen aus Janssens Text) – warum eigentlich sollten feministische Positionen links, feminismuskritische Positionen als rechts eingeordnet werden?

Montag, 4. März 2013

James Dean und die fehlenden Väter


„You’re tearing me apart!“ schreit der von James Dean gespielte Teenager Jimmy Stark in der Eingangsszene von Rebel Without a Cause (dt. „..denn sie wissen nicht, was sie tun“, uraufgeführt 1955) seine Eltern und seine Großmutter an. Er ist verzweifelt angesichts der Tatsache, dass die Erwachsenen sich kaum um ihn kümmern, als sie ihn in seinem volltrunkenen Zustand nachts auf einer Polizeistation abholen müssen, sondern untereinander in einen Disput darüber geraten (und Jimmy schreit in eben dem Moment auf, als sich auch noch die Großmutter, die Mutter des Vaters, einschaltet).

Ich habe den Film vor Kurzem wieder gesehen, weil ich ihn einer Schulklasse vorgespielt hatte – wir hatten im Unterricht über das Verhältnis der Generationen gesprochen, und dazu passte er. Außerdem hatten die Schüler mich dadurch provoziert, dass fast alle von ihnen sagten, sie würden James Dean nicht kennen – und das kann eine verantwortungsvolle Lehrkraft so natürlich nicht stehen lassen. Obwohl heute einiges in dem Film natürlich altertümlich wirkt – ein vergleichsweise langsames Erzähltempo oder die Tatsache, dass Jugendliche als Ausweis ihres Rebellentums Swing-Musik hören – hatten die Schülerinnen und Schüler der Gruppe das Gefühl, dass vieles in dem Film noch aktuell ist. Und auch ich war überrascht davon, wie viele heute aktuelle Themen in diesem Film durchgespielt werden. Das betrifft insbesondere die Art und Weise, wie Männer hier dargestellt sind – und die zentrale Bedeutung der Väterfiguren. Der Film ist ein gutes Beispiel dafür, dass "Männlichkeit" keineswegs erst durch feministische Fragen und Infragestellungen zum Thema und variantenreich durchgespielt wurde.
 
Viele der im Folgenden angesprochenen Szenen des Films sind in diesem Trailer enthalten:


Samstag, 2. März 2013

Kleine Motivationshilfe für die kommenden Abiturprüfungen


Habe nun, ach, seit vielen Jahren
viel gelernt und viel vergessen,
quer und krumm die Welt erfahren
und an meinem Tisch gesessen.
Ich kann Englisch, etwas Spanisch,
und ich kann sogar Latein:
exspecto - exspectas - exspectat.
Ich kenn die Mendel´schen Gesetze,
kann mit Logarithmen rechnen
(und weiß heute noch nicht, was man davon hat).
Ich hab viele Kompetenzen,
ich kann unauffällig schwänzen,
ich kann kritisch hinterfragen,
ich kann „Ja“ und „Amen“ sagen.
   So viele Fragen, und keine Antwort.
   So viele Antworten, und keine Fragen….
Alles nützlich, wundervoll!
(Ich weiß nicht, was ich damit soll.)

Ich weiß, dass ich sehr vieles weiß:
Physik, Geschichte, Politik,
deutsche Dichtung abschnittweis´
und leider auch Mathematik.
Die Vergangenheit der Deutschen -
gibt es Frieden oder Krieg? -
ich kann zu allem sehr begründet etwas sagen.
Ich kenn den Marieanengraben
und fast alle Halogene.
Nebenbei noch etwa fünf der sieben Plagen.
Ich kenne manche alten Griechen,
ich kann aufrechtgehend kriechen.
- Und doch frag ich mich vergebens
nach dem Sinn des ganzen Strebens.
   So viele Fragen, und keine Antwort.
   So viele Antworten, und keine Fragen.
Leer bin ich und übervoll…
(Ich weiß nicht, was ich machen soll.)

Freitag, 1. März 2013

...und warum Jungen in der Schule keine Männer brauchen (auch wenn das nun wirklich nicht so aussieht)


„Obwohl die Klasse zu über der Hälfte aus Jungen besteht, ist das soziale Klima in ihr sehr angenehm.“ Diese Äußerung, die typische Vorurteile von Lehrkräften gegenüber Jungen in der Schule widerspiegelt, stammt von einem männlichen Lehrer – in der Zeit meines Referendariats hatte sich ein Mitreferendar so geäußert. Das Beispiel zeigt, dass selbstverständlich nicht die bloße Anwesenheit eines männlichen Lehrers gut für Jungen ist, so wie natürlich auch nicht die bloße Anwesenheit von weiblichen Lehrern für Jungen schlecht ist. Tatsächlich behauptet das auch niemand – und doch wird eben diese Argumentation regelmäßig unterstellt, wenn von Seiten der Erziehungswissenschaft und Soziologie die These verteidigt wird, dass die „Feminisierung“ des Lehrberufs keineswegs für die deutlich schlechteren Leistungen von Jungen in der Schule verantwortlich sei.

Ausgerechnet Marcel Helbig stellt in seinem Text "Lehrerinnen trifft keine Schuld an der Schulkrise der Jungen" sehr starke Korrelationen heraus: „Der Lehrerinnenanteil steigt bis 1975 sukzessive an, und im selben Zeitraum nimmt auch der Abiturientinnenanteil zu. Bis 1990 stagniert dann der Anteil der Lehrerinnen an allen Schulformen – eine Periode, in der die Geschlechterverteilung beim Abitur ebenfalls nahezu konstant ist. Seit Anfang der 1990er Jahre legt der Anteil von Lehrerinnen im Vergleich zu Lehrern an allen Schulformen wieder zu. Parallel dazu nimmt auch der Anteil der Abiturientinnen zu.“ (S. 4) Diese Korrelation lasse sich sowohl OECD-weit als auch im Vergleich der Bundesländer beschreiben. Immerhin geht es dabei für Deutschland um erhebliche Differenzen, z.B. im Hinblick auf das Abitur: „2007 beendeten 29,4 Prozent aller Mädchen in Deutschland das allgemeine Schulsystem mit dem Abitur, bei den Jungen waren es nur 20,6 Prozent.“ (S. 3)

Natürlich – eine Korrelation ist noch kein kausaler Zusammenhang. Trotzdem ist es interessant zu beobachten, welche Argumente entwickelt werden, um die angesichts der Daten äußerst naheliegende Vermutung zu entkräften, dass mehr Männer an den Schulen insbesondere für die Jungen positive Wirkungen hätten. Der Männermangel an Schulen schadet den Jungen nicht, denn…